Gesäßschmerzen beim Sitzen

Schmerzen am Gesäß – Wenn der Po beim Sitzen weh tut

Gesäßschmerzen sind insbesondere für Menschen, die den ganzen Tag im Büro sitzen müssen, sehr unangenehm. Wieso tut der Po trotz Bürostuhl weh? Wir Menschen sind nicht zum Sitzen geschaffen – und doch sitzen alle „Sitzberufler“ im Büro viel zu viele Stunden am Tag. Und irgendwann tut der Hintern weh. Dabei scheint Sitzen so einfach und wenig anstrengend zu sein, meist sogar sehr bequem, wenn wir ans Sofa oder einen Relaxsessel denken. Doch Ärzte sehen das anders. Sie bezeichnen das ständige, dauerhafte Sitzen als extreme Belastung und teilweise Überbelastung für den Körper. Es kursiert sogar der Spruch „Sitzen ist das neue Rauchen“.
Auch wenn es sich für uns nicht so anfühlt: Es wirken beim Sitzen enorme Gewichte und Druck insbesondere auf den unteren Rücken, die Lendenwirbelsäule, Gesäß und Hüfte. Der gesamte Oberkörper, Arme und Kopf drücken darauf. Diese Körperregion muss im Sitzen viel mehr ertragen: Es wirkt anderthalb mal soviel wie im Stehen auf sie ein. Ganz schön viel auf Dauer. Dass da Schmerzen, Verspannungen und langfristig Fehlhaltungen entstehen, verwundert nicht.

Muskeln, Bänder und Sehnen im Becken erbringen Höchstleistung

Beim Sitzen müssen die Muskeln, Bänder und Sehnen im Becken und der Gesäßregion den Rücken aufrecht halten. Gerade beim sehr langen Sitzen ohne Unterbrechnung ist das eine enorme Leistung. Es kann zu Verspannungen und Nervenreizungen kommen. Daraus resultieren oft sehr unangenehme Schmerzen am Po. Glutäago heißen die Gesäßschmerzen in der Fachsprache. Bei Gesäßschmerzen ist die Ursache in den weichen Teilen – Bändern, Sehnen, Muskeln – zu suchen, weniger in den Knochen.
Die einseitige Belastung, die über einen langen Zeitraum besteht – Stichwort „still sitzen“ – ist für einen gesunden Rücken schlecht. Die Wirbelsäule und der gesamte Rücken brauchen Bewegung in möglichst viele Richtungen. Denken Sie nur daran, wie viel wir Menschen uns früher bewegt haben.

Ausgleich durch Bewegung und Entspannung ausschlaggebend

Allerdings: Das Sitzen alleine ist nicht das Problem. Dazu gibt es zu viele Beispiele von Menschen, die zwar den ganzen Tag im Büro sitzen, aber dennoch nie über Rückenprobleme klagen. Vielmehr ist es ein Zusammenspiel aus verschiedenen Faktoren, die für die Rückengesundheit gut sind bzw. die Rückenbeschwerden vorbeugen können. Es ist der gesamte Lebensstil, also das Zusammenspiel von Ernährung, dem persönlichen Stressmanagement, der Work-Life-Balance, Sport und Bewegung. Erbliche Veranlagung spielen natürlich auch eine Rolle.

Genaue Ursache der Gesäßschmerzen vom Arzt abklären lassen

Wie bei allen länger anhaltenden Schmerzen sollten Sie von einem Arzt oder einer Ärztin abklären lassen, worin die Ursache liegt. Dazu befragt Ihr Arzt Sie nach Begleitumständen, analysiert Ihre Krankheitsgeschichte und untersucht Sie. Er macht verschiedene Bewegungstests. Eventuell ordnet er weitere diagnostische Mittel an wie eine Röntgenuntersuchung oder eine Magnetresonanztomografie (MRT). Die genaue Ursache zu kennen, ist für eine erfolgreiche Therapie sehr wichtig.
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Was Sie selbst bei Schmerzen im Gesäß machen können:

1. Ab zum Arzt

Klären Sie zunächst mit einem Facharzt oder einer Fachärztin ab, ob Ihren Gesäßschmerzen eine ernsthafte Erkrankung zugrunde liegt und welche Therapie hierfür angezeigt ist.

2. Mehr bewegen

Sorgen Sie für genug Bewegungsausgleich in Pausen und in der Freizeit. Hier finden Sie weitere Anregungen, wie Sie Ihren Rücken im Büro entlasten können.

3. Entspannen

Stress und Anspannung wirken sich negativ auf den Rücken und damit auch auf Gesäßschmerzen aus. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Progressive Muskelentspannung können Ihnen helfen, mit Stress besser umzugehen und leichter durch stressige Zeiten zu kommen.
Meditieren mag zunächst sehr esoterisch klingen, ist aber mittlerweile weit verbreitet. Viele Manager meditieren täglich. Es braucht ein bisschen um sich reinzufinden, der Effekt nach einiger Zeit ist aber erstaunlich. Einen guten Einstieg in die Meditation mit vielen Tipps und Tricks finden Sie zum Beispiel hier: ich-will-meditieren.de . Yoga-Kurse werden selbst in der kleinsten VHS auf dem Land angeboten. Yoga ist nicht ganz so ruhig wie Meditation, wirkt aber auch sehr ausgleichend und entspannend auf Körper und Geist.

4. Weich sitzen

Ein hochwertiges Sitzkissen bekämpft zwar nicht die Ursache der Schmerzen, kann aber den schmerzenden Po ein wenig besänftigen und das Sitzen wieder erträglich machen. Wir können Ihnen unser Sitzkissen aus memory-Schaum empfehlen, das sich durch die Körperwärme perfekt Ihrem Körper anpasst und für wolkenweiches Sitzen sorgt. Schauen Sie einfach mal hier vorbei.

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